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Landkreisjournal Nr.110/2018

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Erscheinungsdatum: 26.01.2018

INFORMATIONEN ■

INFORMATIONEN ■ Nachruf für den Löbauer Künstler Dieter Strahl Am 6. Januar verstarb im Alter von 83 Jahren der Löbauer Künstler und Kunstpädagoge Dieter Strahl. Er hinterlässt in der Stadt Löbau, im Oberlausitzer Kunstverein, in der Region und vor allem in der Kunstlandschaft der Oberlausitz eine schmerzhafte Lücke. Mit Engagement, Fleiß und unnachahmlicher Akribie, insbesondere in seiner Zeichenkunst, machte er von sich reden. So klar wie er seine Linien führte, sich zur klaren Form bekannte, die Farben setzte, so klar vertrat er seinen Standpunkt. Sein eigentliches Thema, wie er selbst formulierte, waren die Form und die Schönheit. Seine Lebensbejahung, die ihn bis in seine letzen Lebenstage nicht verließ, seine Engagiertheit und sein Fleiß waren ansteckend. Wo Dieter Strahl war, da war Leben. Er war einer, der sich einbringen musste. In seiner Kunst, seinen Wortmeldungen und seinen Kurzgeschichten brachte er geistreich und witzig und nicht selten ohne kritische Seitenhiebe seine humanistischen Positionen ein. Seine Sehnsucht gehörte den südlichen Ländern, insbesondere Brasilien. Die exotische Farbigkeit ließ den Bildhauer und Zeichner letztendlich doch zur Palette greifen. Hier entstanden auch bemerkenswerte Fotoserien, die von der Liebe zu den einfachen Menschen und ihrer Lebensumwelt zeugten. Zukünftig wird man auf die gezeichneten, geformten Huldigungen an die Schönheit, auf seinen Humor und seine mitreißende Präsenz verzichten müssen. Ehren wir den Künstler, in dem wir seinen Nachlass, seinen Figuren, Menschen- und Tiermotiven, die stets das Wesen ohne Verschnörkelungen erfassten, seine anatomisch perfekten Menschendarstellungen voller Sinnlichkeit und respektvoller Distanz zu den Porträtierten, weiterhin die nötige Aufmerksamkeit und Anerkennung erweisen. (Bernd Kremser, Oberlausitzer Kunstverein) ■ Veranstaltungen des Schlesisch- Oberlausitzer Museumsverbundes 07.02. Altes NEU entdeckt, Dorfmuseum Markersdorf, 15.30- 17.30 Uhr Alte Techniken, seien es Handarbeiten oder Handwerke, stehen im Mittelpunkt dieser Mitmachveranstaltungsreihe Mit Voranmeldung unter 1 035829 60342 09.02. Führung im Dunkeln, Dorfmuseum Markersdorf, Beginn 16 Uhr Den Alltag der Menschen vor 100 Jahren ohne elektrischen Strom kennenlernen. Mit Voranmeldung unter 1 035829 60342 13.+ 21.02. Zinnfiguren Gießen, Dorfmuseum Markersdorf, 10–12 Uhr Nur nach Voranmeldung unter 1 035829 60349! 14.02. Winterferienprojekt, „Spiele spielen auf dem Bauernhof“ Dorfmuseum Markersdorf, 10–12 Uhr Nur nach Voranmeldung unter 1 035829 60349 18.02. Kreativtag Basteln, Schloss Krobnitz, 13-17 Uhr Öffentliche Führung, „Graf von Roon und seine Zeit“, Schloss Krobnitz, Beginn 13.30 Uhr 20.02. Winterferienprojekt, „Spiele spielen auf dem Bauernhof“ Dorfmuseum Markersdorf, 10–12 Uhr Nur nach Voranmeldung unter 1 035829 60349 25.02. Szenisch-musikalische Lesung, Alte Schmiede Krobnitz, Beginn 19.30 Uhr Kartenverkauf in der Stadtinformation Reichenbach, 1 035828 88790 Ausstellungen: „Kalender- Begleiter durchs Jahr“, Ackerbürgermuseum Reichenbach, bis 09.03.2018 „Wasser ist Leben“, Schloss Krobnitz, bis 06.04.2018 www.oberlausitz-museum.de ■ Eröffnung neuer Räume im Museum Großschönau Der Löbauer Künstler Dieter Strahl ■ Termin der Kreismusikschule Dreiländereck ■ Gasteltern gesucht Foto: XXXX 06.02.18, 19 Uhr Podium Gesang Aula des Schleiermacher-Gymnasiums Niesky, Zinzendorfplatz 10a Für das dreimonatige Schulprogramm des Vereins Gastschüler in Deutschland werden vom 15. April bis 13. Juni Gasteltern für russische Schüler gesucht. Die Schüler lernen in der Regel seit der ersten Klasse Deutsch, sind 14 bis 17 Jahre alt, voll versichert und hoch motiviert. Gasteltern können Eltern sein, die selbst Kinder in annähernd dem Alter haben, aber auch Familien, deren Kinder nicht mehr zu Hause wohnen. Wichtig ist, das Gastkind in das Familienleben zu integrieren. Kenntnisse der russischen Sprache sind nicht erforderlich. Für die Gasteltern gibt es keine finanzielle Entschädigung, aber Erfahrungen, interessante Gespräche und jede Menge neue Eindrücke. Weitere Informationen: www.gastschueler-in-deutschland.de Wer helfen möchte, wendet sich bitte an: lutz.scheller@freenet.de, 1 03301 203557 In Großschönau stand der erste Damastwebstuhl hierzulande – das war 1666. Auch die Frottierweberei hat hier eine lange Tradition. 1856 wurde der erste Frottierwebstuhl Deutschlands in Betrieb genommen. In der DDR kam jedes Handtuch aus Großschönau. Wie die glatten Damaste und Jaquardgewebe und die Frottierware entsteht, kann man im einzigen Deutschen Damast- und Frottiermuseum in Großschönau erleben. Das Museum unterzieht sich gerade einer Verjüngungskur. Erst Mitte Dezember wurden drei Räume der neuen Dauerausstellung eröffnet, die herausragenden Persönlichkeiten Großschönaus gewidmet sind. Bürgermeister Frank Peuker eröffnete gemeinsam mit Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange und Landrat Bernd Lange die neu gestalteten Räume. Im „Schenau-Salon“ werden einzigartige Werke von Johann Eleazar Zeißig (Schenau) als einer der bedeutendsten Künstler des 18. Jahrhunderts präsentiert. Der „Unternehmersalon“ beleuchtet die Familien- und Firmengeschichte der Waentigs und Haeblers, welchen Großschönau sein Museumsgebäude zu verdanken hat. Restaurierte Möbel aus dem originalen Interieur des Kupferhauses vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Wohn- und Lebenskultur der Fabrikanten. An Karl Gotthelf Krumbholz wird mit ausgewählten Stücken aus seinem Nachlass sowie Leihgaben als bedeutendsten Großschönauer Musterzeichner, aber auch Wohltäter und Museumsförderer erinnert. Deutsches Damast- und Frottiermuseum: www.ddfm.de 12 Ausgabe 110 / 26. Januar 2018 Landkreis-Journal | Amtsblatt Landkreis Görlitz

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