Aufrufe
vor 1 Jahr

Landkreisjournal Nr.097/2016

  • Text
  • Buergerin
  • Buerger
  • Ausgabe
  • Landkreisjournal
  • Goerlitz
  • Landkreis
Erscheinungsdatum: 09.12.2016

16 Ausgabe 97 9.

16 Ausgabe 97 9. Dezember 2016 Informationen Landkreis-Journal Amtsblatt Landkreis Görlitz Lesetipps „Reineke Fuchs“ mit Federzeichnungen von Oswald Jarisch Der Zittauer Geschichts- und Museumsverein hat Goethes „Reineke Fuchs“ mit Federzeichnungen des Zittauer Künstlers Oswald Jarisch (1902-1979) neu herausgegeben. Oswald Jarisch hatte die mehr als 100 Federzeichnungen zum „Reineke Fuchs“ unter schwierigsten Bedingungen in sowjetischer Kriegsgefangenschaft begonnen und nach dem Krieg fortgesetzt. Etwa 70 Jahre schlummerten die Zeichnungen in Mappen und konnten nur ganz selten in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Das Buchprojekt konnte dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien verwirklicht werden. „Reineke Fuchs“, herausgegeben von Steffen Gärtner und Gunter Oettel im Auftrag des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V., Verlag Gunter Oettel 2016, 216 Seiten mit 111 Federzeichnungen von Oswald Jarisch, Fester Einband, ISBN 978-3-944560-34-2, 35 Euro Weihnachtliche Oberlausitz – Gestern und heute Nach „Ostern in der Oberlausitz“ hat der Oberlausitzer Verlag nun ein weiteres Buch mit dem Titel „Weihnachtliche Oberlausitz – Gestern und heute“ herausgebracht. Autor Hans Klecker hat Besonderes in Wort und Bilder festgehalten. In 26 Kapiteln werden alte Traditionen und neue Gepflogenheiten vorgestellt, einige Gedichte und Geschichten in Mundart sowie viele Weihnachtslieder, die Oberlausitzer und Schlesier geschrieben haben. Es geht auch um den Christbaum, traditionelle Speisen, die Umgänge von Christkindel und Knecht Ruprecht sowie die Weihnachtsmärkte zwischen Hoyerswerda und Zittau, zwischen Kamenz und Görlitz. „Weihnachtliche Oberlausitz – Gestern und heute“, Hans Klecker, Oberlausitzer Verlag, fester Einband, Größe 22 cm x 22 cm, 200 Seiten mit 142 Fotos und Zeichnungen, ISBN 978-3- 941908-92-5, 12,80 Euro Historisches und Aktuelles zu Sankt Johannis Zittau Eine Dokumentation über die Zittauer Johanniskirche hat jetzt der Freundeskreis der Johanniskirche herausgegeben. In dem Sammelband mit 198 Seiten, ergänzt durch eine Vielzahl von Bildern, berichten 17 namhafte Autoren in 24 Beiträgen über die Geschichte der Johanniskirche von den Anfängen 1291 bis zur Gegenwart. Der Leser findet Beiträge zur alten Johanniskirche vor ihrer Zerstörung 1757, zum Wiederaufbau danach, zum Wirken von Karl Friedrich Schinkel, zur Ausstattung, zur Sanierungsgeschichte, zu Themen wie Musiker und Kantoren, Orgel, Glocken, Türme und Türmer, Buntglasfenster wie auch persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen. Die Beiträge dokumentieren das derzeit greifbare historische und aktuelle Wissen. Erhältlich ist das Buch in der Johanniskirche und in Buchhandlungen unter der ISBN- Nummer 978-3-946165-11-8, 19,80 Euro Das Lied eines vergessenen Landes Nach fast einem halben Jahrhundert begegnet der Verfasser Gerhard Gruschka wieder dem Land seiner Kindheit. Die Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse in der geliebten oberschlesischen Heimat werden im Buch „Das Lied eines vergessenen Landes - Eine Liebeserklärung an Oberschlesien“ packend und mit attraktiven farbigen Aufnahmen wiedergegeben. Gruschka beschreibt die waldreiche Landschaft, die Menschen und ihre Schicksale von Flucht, Krieg, Vertreibung und Unterdrückung sowie viele typische Attraktionen. Was gestern schön und unvergleichlich gewesen ist, hat heute nichts von seinem besonderen Zauber verloren. „Das Lied eines vergessenen Landes - Eine Liebeserklärung an Oberschlesien“, Gerhard Gruschka, Senfkorn Verlag Neuauflage 2016, 83 Seiten, geb., A5, 9,90 Euro Ausstellungshinweise Wiederaufbau Im Foyer des Landratsamtes auf der Bahnhofstraße 24 in Görlitz wird bis zum 6. Januar die Wanderausstellung „Flutschadensbeseitigung im Klosterstift St. Mariental - Hochwasser 2010-17“ gezeigt. Nach der Hochwasserkatastrophe 2010 gestalteten sich die Wiederaufbaubemühungen wegen ihrer Dimension und Komplexität sehr schwierig. Fachübergreifendes Arbeiten zwischen den eingebundenen Planern und Sonderfachleuten ermöglichte den Erfahrungs- und Informationsaustausch auf kurzem Wege. Die kleine Wanderausstellung gibt einen Überblick über die im Projekt involvierten Fachdisziplinen. Besichtigung zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes. Körperbemalung „Bodypainting - Körperbemalung - eine Kunstform mit hohem Erlebniswert“ heißt die neue Ausstellung, die bis zum 27. Januar in der Kleinen Galerie Weißwasser, Jahnstraße 50, gezeigt wird. Zu sehen sind Fotografien von Marika Strobl, die als freiberufliche Designerin und Künstlerin in Weißwasser lebt und arbeitet. Als Künstlerin startete sie 2014 bei der Weltmeisterschaft im Bodypainting in Österreich und sie belegte beim Internationalen Kunstpleinair in Zary den 1. Platz. Frau Strobl inszeniert ihre Modelle zu themenbezogenen Ereignissen für Veranstaltungen und Messen. geöffnet: Mo.-Do. 9-18 Uhr, Fr. 9-12 Uhr Raus ins Grüne Das Museum Niesky zeigt im Johann- Raschke-Haus bis zum 19. März die Ausstellung „Raus ins Grüne“ bei der Ausflugsziele und Gaststätten der Vergangenheit in und um Niesky vorgestellt werden. Die Ausstellung lässt historische Tourenvorschläge wieder aufleben und illustriert diese mit alten Fotografien aus den Sammlungen Nieskyer Geschichtsforscher sowie dem Museumsfundus. Das Wandern lag mit Beginn des Industriezeitalters voll im Trend. Die Heide- und Teichlandschaft um Niesky bot zahlreiche, reizvolle Ausflugsziele. In den Gaststätten der umliegenden Dörfer gab es Kaffee, Kuchen, Bier oder Limonade und im Biergarten standen Karussell und Schaukel. Eine beliebte Wanderroute führte über die Schöpswiesen, vorbei an den „Sieben Eichen“ zum Raubschloss Quitzdorf. Hier lockten auch zahlreiche Badestellen… Filmdrehort Görlitz Eine Sonderausstellung über die Filmstadt Görlitz während der DDR-Zeit ist bis zum 2. April im Fotomuseum (Görlitz, Löbauer Straße 7) zu sehen. Görlitz entwickelt sich aktuell und in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Schauplatz für den Filmdreh. Bereits zu DDR-Zeiten ist der Standort für Filmschaffende kein „unbeschriebenes Blatt“. Die nun erste Ausstellung widmet sich deshalb in Schwerpunkten dem Zeitraum von Anfang der 1950-er Jahre bis 1990, also der DDR-Zeit. Präsentiert werden Filmszenen, Drehorte, Darsteller und Geschichten. www.filme.europastadt.org 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien Zum Reformationsjubiläum 2017 hat das Schlesische Museum zu Görlitz eine deutschund polnischsprachige Wanderausstellung zur Geschichte des Protestantismus in Schlesien vorbereitet. Die erste Station der Ausstellung ist das Schlesische Museum, wo sie vom 10. Dezember bis 12. März 2017 zu sehen ist. Schlesien gehörte zu den Ländern, die sich als Erste der Reformation öffneten. Die Ausstellung verdeutlicht, wie sich seit den 1520er Jahren die Lehre Martin Luthers im Bürgertum und im niederen Adel ausbreitete und bald auch unter den schlesischen Fürsten einflussreiche Förderer fand. Die Ausstellung verfolgt die Geschichte des Protestantismus weiter in der Epoche der Industrialisierung und durch die Katastrophen und Bewährungen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Ein „roter Faden“ ist die Frage nach der Aktualität des Protestantismus in einem heute überwiegend katholischen Land. Die Ausstellungseröffnung findet am 9. Dezember, um 19 Uhr statt. Waldemar Pytel, Bischof der Breslauer Diözese der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Polens, und Dr. Thomas Koppehl, Superintendent des Kirchenkreises Schlesische Oberlausitz, sprechen über das gemeinsame kulturelle Erbe der Evangelischen Kirche Schlesiens. Im Konzert von Kreiskantorin Ulrike Scheytt und Sängerin Mi Seon Kim erklingen Lieder schlesischer Dichter und Komponisten aus fünf Jahrhunderten. Schlesisches Museum zu Görlitz, Schönhof, Brüderstraße 8 www.schlesisches-museum.de

Landkreisjournal