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Landkreisjournal Nr.086/2016

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Erscheinungsdatum: 29.01.2016

12 Ausgabe 86 29. Januar

12 Ausgabe 86 29. Januar 2016 Informationen Landkreis-Journal Amtsblatt Landkreis Görlitz Heimatpflege & Laienmusik fördern Das Sächsische Staatsministerium für Kultus fördert Projekte der Heimatpflege und der Laienmusik, die eine über die lokalen Grenzen hinaus reichende Bedeutung haben. Finanziert werden in der Regel bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Förderfähig sind z. B. Projekte zur Regional- und Industriegeschichte, zu Bräuchen und Mundart, zu traditionellem Handwerk oder anderen Formen der Volkskultur wie Laienchören, Laienorchestern oder Laienmusikgruppen, die sich der Pflege traditionellen Liedgutes oder traditioneller Instrumentalmusik widmen. Einzureichen sind die Anträge bis zum 1. März bei der Landesdirektion Chemnitz, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz. www.bildung.sachsen.de/Heimatpflege Vielfalt – Eleganz – Schwerelosigkeit Die Löbauer Künstlerin Helga Pilz wird ab 4. Februar eine Auswahl ihrer Arbeiten im Landratsamt in Görlitz zeigen. Zu sehen sind Aquarelle in ihrer ganzen Vielfältigkeit, Eleganz und Schwerelosigkeit. Helga Pilz, 1943 in Varnsdorf/Nordböhmen geboren, absolvierte ein Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Mit einem umfassenden allgemeinen künstlerischen und praktischen Rüstzeug ausgestattet, konnte sie in der Praxis mit der Entwurfstätigkeit in der Oberlausitzer Textilveredlung beginnen. Ihre Leidenschaft galt von jeher der Farbe, ihrer starken psychologischen Wirkung. Mit unterschiedlichen Farbfabrikaten, seltenen Papieren und extremen Maltechniken waren der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Es ist ihre Lebensaufgabe, ständig und überall die Umwelt, die Menschen, den Alltag mit wachen Augen zu betrachten. Dadurch entstanden in den vielen Jahren zahlreiche Skizzen, Studien und erzählende Geschichten. So auch die neue, heiter nachdenklich und amüsant zusammengefasste Aquarell-Reihe „Sonntagmorgen in der Görlitzer Altstadt“ unter dem Motto „Einsam und doch nicht allein“. Vernissage: 3. Februar, 17 Uhr, im Landratsamt Görlitz, Bahnhofstraße 24 Magie der Bilder – Jutta Mirtschin Noch bis zum 28. Februar kann die Ausstellung „Magie der Bilder - Jutta Mirtschin“ in den Städtischen Museen Zittau, Klosterstraße 3, besucht werden. Zu sehen sind Malereien, Grafiken, Illustrationen und Theaterentwürfe sowie Kostüm- und Puppengestaltung. Es sind feinsinnige Gemälde und Zeichnungen, die in dieser Vielzahl in der Region noch nie gezeigt wurden. Besonders für die zauberhaft illustrierten Bücher für Kinder und Erwachsene erhielt sie national und international zahlreiche Preise und Anerkennungen. Jutta Mirtschin wurde 1949 in Chemnitz geboren. Nach der Schulzeit folgten die Ausbildung zum Akzidenzsetzer, ein Abendstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 1969 bis 1974 ein Grafikstudium an der Kunsthochschule Berlin. Von 1982 bis 1985 war Jutta Mirtschin Meisterschülerin bei Prof. Werner Klemke. Seit 1974 ist sie freiberuflich tätig. „Gesichter Asiens“ im Landratsamt Die Ausstellung „Gesichter Asiens“ mit exzellenten Fotos des Görlitzers Stefan Sander kann noch bis zum 26. Februar in der 2. Etage des Landratsamtes, Haus B (ehem. Packhof), besucht werden. Zu sehen sind Porträts, traumhafte Landschaften, verrückte Straßenszenen, Zeremonien in ehrwürdigen Tempeln – eine farbenfrohe Vielfalt, von der Mongolei bis nach Sumba. Stefan Sander, 1966 geboren in Görlitz, absolvierte ein Elektronik-Studium an der TU Dresden und arbeitet als Service-Ingenieur und technische Leiter im CD-Werk Görlitz. Lesetipps Biografie von Alfred Brehm Jahrelang bewohnte Autor Hans Dietrich Haemmerlein das Oberlausitzer Pfarrhaus Diehsa, in dem die Mutter des Naturforschers Alfred Brehm geboren wurde und bis 1824 aufwuchs. Unter den Vorfahren des bis heute gelesenen Tierschriftstellers fanden sich neben Thüringern und Franken weitere 20 Oberlausitzer. Aus diesen lokalhistorischen Befunden erwuchs eine Dokumentensammlung und daraus die nun vorliegende Biografie. 140 Quelltexte zeichnen die Lebensbahnen des Schöpfers von „Brehms Tierleben“ nach, seine Tätigkeit als Forschungsreisender, Tiergärtner und Volksbildner. Beleuchtet wird in diesem seine Affinität zum Leipziger Geistesleben, seine Haltung gegenüber Vorgesetzten, Weggefährten und auch Widersachern. Bereitgestellte Archivfunde aus Thüringen haben dazu beigetragen, dass Brehms seit 1890 stereotyp wiederholtes Lebensbild teils erheblich geändert werden muss. Alfred Brehm - Biografie in Zeit- und Selbstzeugnissen, Hans-Dietrich Haemmerlein, Buch gebunden, 224 Seiten, 17 x 24 cm, Sax Verlag Beucha - Markkleeberg, 1. Auflage 2015, ISBN 978-3-86729-153-8, 18,50 Euro Von Goethe bis Grass Das Lesebuch „Von Goethe bis Grass“ enthält eine Sammlung literarischer Texte, die in vielfältiger Weise auf Herrnhut und die Herrnhuter Brüdergemeine Bezug nehmen und ihre bedeutende kulturelle Ausstrahlung dokumentiert. Vertreten sind 37 namhafte Autorinnen und Autoren aus 15 Ländern von der Goethezeit bis in die Gegenwart, darunter vier Literatur-Nobelpreisträger. Einige Texte erscheinen zum ersten Mal in deutscher Übersetzung. Herausgeber des Buchs ist Dr. Peter Vogt, Gemeindepfarrer in Herrnhut und Studienleiter der Brüder- Unität, der seit über 25 Jahren literarische Verweise auf die Herrnhuter sammelt. Der Freistaat Sachsen hat durch die Landesdirektion Chemnitz die Herausgabe des Buches finanziell unterstützt. „Von Goethe bis Grass“ - Herrnhuter in der Literatur, Dr. Peter Vogt, 320 Seiten, 40 Abbildungen, 21 x 14,8 cm, gebunden, kwb-verlag, ISBN 978-3-9814149-1-2, 29,90 Euro Gerhart-Hauptmann-Theater zeigt neue Stücke Im Februar erwartet das Publikum am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau zwei Premieren: Die Uraufführung der Farce „Der obdachlose Mond“ und die deutsche Erstaufführung der musikalischen Komödie „Papageno in der U-Bahn“. Mit reichlich schwarzem Humor wurde „Der obdachlose Mond“ von Autor Christoph Klimke für das Gerhart-Hauptmann-Theater geschrieben. Die Uraufführung, die am 5. Februar in Zittau Premiere feiert, dreht sich um das Thema Asyl. Helga, Karl und Lars Ole sitzen in ihrer kleinen Welt: Helgas Tante-Emma-Laden. Sie sind beunruhigt. Denn bald schon sollen 31 Flüchtlinge in ihrem Dorf angesiedelt werden. Klischees und Vorurteile bestimmen ihre bizarren Vorstellungen und schüren Ängste, die in den teils absurden Gesprächen ihren Ausdruck finden. Um ganz andere Themen geht es in der musikalischen Komödie „Papageno in der U-Bahn“, die am 6. Februar erstmals im Apollo Görlitz zu erleben ist: Lola, eine Punkerin, trifft den wohlsituierten Bariton Daniel aus der Oper. Scheinbar haben sie nichts gemein. Jedoch hat er als Mann und Sänger Probleme. Er ist in Not und ausgerechnet diese Frau aus den Tiefen der U- Bahn hilft ihm heraus. Die Zuschauer erleben Schauspielerin Renate Schneider in sechs verschiedenen Rollen und Bariton Hans-Peter Struppe mit spannender Musik unterschiedlichster Komponisten. www.g-h-t.de

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