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Landkreisjournal Nr. 128/2019

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Erscheinungsdatum: 12.07.2019

Landkreisjournal Nr.

Amtsblatt Landkreis Görlitz Hamtske łopjeno wokrjesa Zhorjelca Ausgabe 128, 12. Juli 2019 ■ Preisträger der Schülerwettbewerbe ausgezeichnet Am 15. Juni fanden die 24. Schülerwettbewerbe des Kreises Görlitz im Beisein von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ihren feierlichen Abschluss. Schüler/-innen von elf Grundschulen, 12 Oberschulen, vier Gymnasien, einer Förderschule und eines Beruflichen Schulzentrums hatten am Wettbewerb teilgenommen. 71 Preisträger/-innen nahmen unter den Augen ihrer stolzen Eltern in der Aula des Berufsschulzentrums Christoph Lüders in Görlitz ihre Urkunden und Preise entgegen. Ausgezeichnet wurde in den Kategorien Mathematik-Kreisolympiade, Mathematik-Wettbewerb Oberschulen, Sächsischer Informatikwettbewerb auf Kreisebene, Foto, Video, Schreiben, WTH/S und Schülerzeitung. Die Ergebnisse der Wettbewerbe können auf der Internetseite des MPZ (http://www.mpz-loebau.de/) nachgelesen werden. 40 Preisträger besuchten außerdem auf Einladung des Landtagsabgeordneten Heinz Lehmann am 18. Juni den Sächsischen Landtag und eine Feuershow in den Technischen Sammlungen Dresden. Die Schülerwettbewerbe werden durch das Medienpädagogische Zentrum (MPZ), eine Einrichtung der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH, organisiert. ■ Bundesverdienstorden und Sächsischer Verdienstorden verliehen Mit ihrem freiwilligen Engagement, ihrem besonderen Einsatz und ihren vielen Ideen auf verschiedensten Ebenen stärken viele Menschen das Gemeinwohl und das Zusammenleben in unserem Land. Sie alle haben unsere Wertschätzung und unseren Dank verdient. Bund und Land zeichnen jedes Jahr ganz besonders Engagierte mit dem Bundesverdienstorden und dem Sächsischen Verdienstorden aus. Aus dem Landkreis Görlitz wurden in diesem Jahr zwei Frauen und ein Mann geehrt. Der Landkreis Görlitz bedankt sich bei den Geehrten und gratuliert an dieser Stelle noch einmal herzlich! Bundesverdienstorden für Markersdorfer Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 22. Mai bei einer Veranstaltung zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes 16 Frauen und Männer aus allen 16 Bundesländern für herausragendes Engagement in der politischen Bildung und bei der Vermittlung der Werte des Grundgesetzes mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus Sachsen wurde Joachim Rudolph aus Markersdorf, Landkeis Görlitz, für sein jahrzehntelanges herausragendes Engagement in Kirche und Gesellschaft ausgezeichnet. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer gratulierte herzlich und betonte, dass Rudolph als Mitbegründer des Neuen Forums 1989 in Görlitz „maßgeblich dazu beigetragen habe, dass das Grundgesetz nach 1990 auf kommunaler Ebene mit Leben erfüllt wurde“, „Sie sind Brückenbauer zwischen Glaubensgrenzen, europäischen Grenzen, Helfenden und Hilfsbedürftigen.“ In besonderer Weise habe sich der nun mit dem Bundesverdienstorden Geehrte für den Aufbau des Malteser-Ordens in der Region sowie den Christlichen Hospizdienst in Görlitz eingesetzt und organisiert seit mehr als 30 Jahren Hilfstransporte für Romakinder in Rumänien. Sächsische Verdienstorden überreicht Anfang Juni hat Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einer Festveranstaltung in Dresden 17 Bürger/-innen den Verdienstorden des Freistaates Sachsen überreicht. Damit würdigte er den Einsatz dieser Frauen und Männer. „Durch Ihr vielfältiges Engagement sind Sie dem Freistaat Sachsen in besonderer Weise verbunden. Sie stehen mit Ihrem Einsatz, Mut und Können stellvertretend für all jene, die sich für dieses wunderbare Land einsetzen. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.“ Der Verdienstorden ist die höchste staatliche Auszeichnung des Freistaates. Mit der Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben. Aus dem Landkreis Görlitz wurden ausgezeichnet: Wilfried Arndt, Kodersdorf Wilfried Arndt (73) hat sich durch seinen umfangreichen Einsatz in der Kfz-Branche für soziale, wirtschaftliche und verbandspolitische Interessen des Handwerks regional und bundesweit engagiert. Als Unternehmer sicherte er viele Arbeitsplätze in der Region. Die Zukunft des Handwerks war ihm immer wichtig, auch deshalb lag ihm die Aus- und Weiterbildung von qualifiziertem Handwerksnachwuchs besonders am Herzen. In seinen zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten trat er als wichtiger Gesprächspartner für Fragen und innovative Ideen im Handwerk auf. Mit seinem Wirken im Landesverband des Kfz-Gewerbes Sachsen und über 15 Jahre als Vizepräsident der Handwerkskammer Dresden setzte er sich mit ganzer Kraft für die Interessen dieses Handwerks ein. Heidemarie Fischer, Oppach Mit großem Engagement setzt sich Heidemarie Fischer (74) in der Gleichstellungs-, Kinder- und Jugend- sowie Seniorenarbeit ein. Sie ist Mitbegründerin des Vereins Deutscher Frauenring Oberlausitz e. V. und seit 2005 Vorsitzende des Landesverband Sachsen e. V.. Hier machte sie sich besonders für die Chancengleichheit von Frauen stark. Durch viele Projekte gab sie arbeitslosen Frauen eine Perspektive und vermittelte ihnen neuen Lebensmut. Mit ihrer ausgeprägten sozialen Ader unterstützte sie den Aufbau von Familienzentren und Seniorenbegegnungsstätten, außerdem hilft sie bei der Betreuung von Asylbewerbern. Als Vermittlerin ihrer sozialen Lebenshaltung ist sie ein Vorbild für gesellschaftliches Denken und Handeln. Zudem ist sie Gemeinderätin in Oppach. Margrit Kempgen, Görlitz Mit ihrem langjährigen ehrenamtlichen Engagement im Vorstand der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien – und dabei insbesondere dem Wirken im kirchlich-kulturellen Bereich– hat Margrit Kempgen (69) geistige Traditionen des evangelischen Schlesiens vermittelt und bewahrt. Bis 2006 war sie Finanzverantwortliche der Evangelischen Kirche und setzte sich für die Weiterentwicklung der Evangelischen Kirche ein. Von 2006 bis 2018 führte sie ehrenamtlich die Geschäfte und hatte den Vorsitz der Evangelischen Kulturstiftung inne. Viele Restaurierungsprojekte in der Region brachte Margrit Kempgen durch erworbene Fördermittel entscheidend voran. Nachhaltig widmete sie sich dem Aufbau von Partnerschaftskontakten zu den polnischen Nachbarn. Geehrt wurde außerdem Dr. Fritz Brickwedde aus Osnabrück. Der 70-Jährige sieht nachhaltige Umweltpolitik als seine Lebensaufgabe. Als Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzte er sich seit Beginn der 1990er Jahre auch für die Region ein. Der Erhalt von Kulturdenkmälern (z. B. Muskauer Park, Kloster St. Marienthal) und Großschutzgebieten spielten eine große Rolle. Für mittelständische Unternehmen war er Ansprechpartner zu Fragen einer umweltschonenden Produktion.

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