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Landkreisjournal Nr. 033/2011

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Erscheinungsdatum: 31.08.2011

24 Ausgabe 33 31. August

24 Ausgabe 33 31. August 2011 Verlagssonderveröffentlichung/Anzeigen Landkreis-Journal Amtsblatt Landkreis Görlitz Heimkehrer und Sportvereine werden vorgestellt Lokalredaktion in Löbau und Zittau planen ab September neue Serien in der Sächsischen Zeitung Zittau Seit dem Zusammenbruch der DDR berichtet die Sächsische Zeitung ausführlich und umfassend über Veränderungen und Bewahrtes in der Region. Besonders die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis spielt verständlicherweise eine große Rolle. Kombinatssterben, Betriebsschließungen und Arbeitslosigkeit spiegeln sich in diesen Berichten ebenso wider wie der zarte Aufschwung der regionalen Wirtschaft mit Firmengründungen, großen und kleinen Investitionen und Oberlausitzern, die aus der Fremde, in die sie in der Nachwendezeit mehr oder weniger freiwillig ausgewandert sind, in die Heimat zurückkehren. Solchen „Heimkehrern“ widmet sich die Lokalausgabe Zittau der Sächsischen Zeitung im September ausführlich. Beginnend am 20. September stellt die Redaktion zehn Rückkehrer vor, beschreibt, woher sie in die Heimat zurückkamen und was sie zurückführte. Meist ist es der Umstand, dass sie in der Region wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben. Genau das nimmt die Zittauer SZ-Redaktion zum Anlass, um mit Arbeitsmarktverantwortlichen über die Chancen und Möglichkeiten, hier eine Arbeit zu finden, über die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt und Aussichten für die Zukunft zu sprechen. Und die Redakteure stellen Initiativen und Projekte vor, die mit verschiedenen Formen und auch ungewöhnlichen Ideen Ex-Oberlausitzern den Weg zurück in die alte Heimat erleichtern wollen. Sie, liebe Leser, können sich gern an der Serie beteiligen. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region oder geben Sie uns Hinweise für Themen, die es wert sind, beleuchtet zu werden. Sie erreichen die Zittauer SZ- Redaktion unter 1 03583 77555850 oder per E-Mail: usz.zittau@dd-v.de Löbau Die Oberlausitz ist schön. Möglichkeiten, sich an frischer Luft zu bewegen, Sport zu treiben gibt es viele. Zeit dafür bleibt leider viel zu selten. Dabei gibt es in und um Löbau zahlreiche Vereine, die Sport in seiner ganzen Vielfalt anbieten. Und manche sogar noch ein bisschen mehr: Sport, wie er richtig Spaß macht. In unserer neuen Serie wird sich die Löbauer SZ-Lokalredaktion diesen Vereinen widmen. Natürlich ist es einfach, sich zum Beispiel ein Rugby-Spiel anzuschauen und darüber zu berichten. Nett aber harmlos. Deshalb gehen SZ-Redakteure und -Mitarbeiter im Feste feiern wahrsten Sinne des Wortes mitten hinein ins Geschehen. Also zum Beispiel auf den Rugby-Platz, auf den Pferderücken zum Westernreiten, auf das Quad, auf das Mountainbike. Wie cool Sporttreiben sein kann, das beschreiben wir aus eigener, vielleicht sogar manchmal schmerzhafter Erfahrung. Ach ja, vielleicht haben Sie ja für uns auch noch einen Tipp, welcher Verein im alten Kreis Löbau außergewöhnliche Sportarten anbietet. Wir testen sie! E-Mail: usz.loebau@dd-v.de – Anzeige – Amtliche Bekanntmachung des Zweckverbandes Körse-Therme Kirschau Einladung zur 2. öffentlichen Verbandsversammlung 2011 Die 2. öffentliche Verbandsversammlung 2011 des ZV Körse-Therme Kirschau findet am Mittwoch, dem 21. September 2011, um 17 Uhr, im Rathaussaal im Ortsteil Kirschau, Stadt Schirgiswalde-Kirschau, statt. Tagungsordnung: 1. Begrüßung 2. Protokollkontrolle 3. Bürgeranfragen 4. Beschlussvorlage Nr. 01/09/11 Feststellung des Prüfberichtes der örtlichen Prüfung des Jahresabschlusses 2010 5. Beschlussvorlage Nr. 02/09/11 Feststellung des Prüfberichtes der überörtlichen Prüfung des Jahresabschlusses 2010 6. Informationen/ Bekanntmachungen Mit freundlichem Gruß Gabriel, Verbandsvorsitzender Beliebte Musiker sorgen für Stimmung Frank Edge ist beim Oybiner Depotfest zu Gast . Wir bringen Farbe ins Spiel! Das Besucherinteresse ist beim Depotfest jedes Mal sehr groß. Foto: Privat Das zweite Septemberwochenende wird ereignisreich: Die Löbauer feiern ihr Stadtfest, am 11. September steigt bundesweit der „Tag des offenen Denkmals“ und auch in Oybin steht am 9. und 10. September wieder das Depotfest auf dem Programm. Die Organisatoren des Feuerwehrfestes konnten erneut beliebte Musiker für einen Auftritt gewinnen. So ist beispielsweise DJ Frank Edge zu Gast. Im Kurort ist der Berliner kein Unbekannter – schon bei den Himmelfahrtsparty begeisterte er mit seiner Mischung aus Oldie-Musik und aktuellen Hits das Publikum. Mit seinem Namen verbindet man auch die Band „Rolling Bones“. Zusammen mit Ulf Wenderlich, dem heutigen Manager von Silbermond, stürmte er Ende der 90er Jahre die Radio-Lausitz-Charts. Frank Edge ist ein Musiker aus Leidenschaft und Soundman aus Überzeugung – so beschreibt er sich zumindest selbst. Da er seine Wurzeln in der Oberlausitz hat, kommt er gern zu einem Auftritt in die Region. Regelmäßig tritt auch die Oberländer Blasmusik in Oybin auf. Die Besucher des Depotfestes sind stets von dem Ensemble aus Hainewalde begeistert, weiß Uwe Hiltscher, der zu den Hauptorganisatoren gehört. Eröffnet wird das Depotfest mit einer Bierprobe am Freitag (9. September). DJ Uwe unterhält die Gäste dabei mit zünftiger Tanz- und Partymusik. Neben guter Musik bietet die Oybiner Löschtruppe viele weitere Attraktionen rund um das Feuerwehrdepot an der Kammstraße. So zeigen die Kinder vom Oybiner Kinderhaus „Oybienchen“ ein kleines Programm. Auch der Feuerwehrnachwuchs zeigt sein Können. Fehlen darf an diesem Nachmittag natürlich eine feuerwehrtechnische Schau nicht. Dabei zeigen nicht nur die Oybiner Feuerwehrleute ihre Fahrzeuge und Geräte, sondern ebenso die Wehren aus den Nachbargemeinden. Für die Kleinen gibt es Kinderschminken und eine Bastelstraße. Zudem ist ein Kletterfelsen aufgebaut. Die Eltern und Großeltern haben derweil beim Kuchenrad‘l nach Oberlausitzer Art ihren Spaß. Text: Jan Lange

Hamtske łopjeno wokrjesa Zhorjelca Ausgabe 33 Verlagssonderveröffentlichung/Anzeigen 31. August 2011 25 Tag des offenen Denkmals Markantes Haus hat eine interessante Geschichte Heute ist die Hillersche Villa Sitz des gleichnamigen Vereins W er mehr über die Soziokultur im Dreiländereck erfahren möchte, der kommt um die Hillersche Villa in Zittau nicht herum. In der markanten Villa am Klieneberger Platz hat der gleichnamige Verein seinen Sitz. Die beiden Schwestern Anne Frommann und Claudia Siede-Hiller, Nachfahren des bekannten Zittauer Fabrikanten Gustav Hiller, hatten das Haus 1993 dem damaligen Multikuturellen Zentrum (MUK) geschenkt. Seitdem geben sich in den ehemaligen Wohnräumen der Familie Hiller Projektleiter, Künstler und Sozialarbeiter die Klinke in die Hand. Die zahlreichen Ordner, die sich in den Schränken aneinanderreihen, dokumentieren zwei Jahrzehnte Vereinsarbeit. Und seit der Gründung des Vereins ist viel angestoßen und umgesetzt worden. Mandaujazz, Zittauer Filmnächte, KOBRAnet oder die Initiative Erinnerung und Versöhnung sind nur einige der Projekte der Hillerschen Villa. Nicht alles findet in den Räumen der Villa statt. Mit den Zittauer Filmnächten hat der Verein beispielsweise die Freilichtbühne in der Weinau wiederbelebt, das Projekt „kunstWERK“ ist seinerseits im Kronenkino an der Äußeren Weberstraße beheimatet, wo der Verein auch ein regelmäßiges Kinoprogramm präsentiert. Und die Geschichtswerkstatt „Erinnerung und Versöhnung“ nutzt das Kutschhaus, ein Nebengebäude der Villa, in dem früher die Automobile der Hausherren parkten und Chauffeure und Dienstmädchen wohnten. Für sein Wirken erhielt der Verein Hillersche Villa im vergangenen Jahr den mit 5 000 Euro dotierten Sächsischen Preis für Soziokulturelles Engagement der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem damit, dass der Verein „mit seinen Projekten das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung von Kultur in weiten Die Hillersche Villa ist der Ort für Multikulti in Zittau. Das Haus gehörte einst der Familie Hiller. Deren Nachfahren stifteten es als einen Ort der Begegnung. Foto: SZ-Archiv Teilen der Stadtbevölkerung erfolgreich gestärkt“ hat. Anne Frommann hatte die Arbeit des Vereins über all die Jahre immer interessiert verfolgt. Sie selbst verließ bereits Mitte der 1940er Jahre Zittau. Kurt Hiller, der als letzter der Familie bis 1948 in der Villa wohnte, hatte seinen beiden Nichten Anne und Claudia das Haus vermacht. Begonnen hatte die gemeinsame Geschichte der Villa und der Fabrikantenfamilie 1898. Damals kaufte Karl Gustav Hiller, der Gründer der Phänomen-Werke (spätere Robur-Werke), die Villa und zog im darauffolgenden Jahr hier mit seiner Familie ein. Über die Zeit danach gibt das Buch „Die Hillersche Villa – Ein Haus und seine Bewohner“ einen sehr detailreich und interessanten Einblick. Nachdem Kurt Hiller aus dem villenartigen Gebäude ausgezogen war, gab es zahlreiche verschiedene Bewohner. Manche von ihnen lebten nur kurz hier, wie die Künstlerin Heike Müller-Merten recherchiert hatte. „Es war ein Kommen und Gehen, vor 1961 sind viele nach Westdeutschland gegangen“, erzählt die 50-Jährige, die zusammen mit Anne Frommann das Buch über die Hillersche Villa verfasst hat. Ein Kommen und Gehen wird es hoffentlich auch am 11. September in der Hillerschen Villa geben. Denn zum Tag des offenen Denkmals öffnet das Haus seine Türen – ebenso wie das Kronenkino in der Äußeren Weberstraße. Text: Jan Lange Frauenfriedhof gehört zu den ältesten Orten der Stadt Zittau Auf der 10-Hektar-Anlage sind etwa 2 830 Grabstellen belegt W er sich die Zeit für einen Spaziergang über den Zittauer Frauenfriedhof nimmt, entdeckt auf den Gräbern zahlreiche prominente Namen. Der berühmte Baumeister Carl August Schramm hat hier ebenso ein Grab wie der Zittauer Theologe Christian Adolph Peschek oder der Heimatdichter und Komponist Kurt Piehler. Auch der Naturforscher Curt Heinke und Schriftsteller Klaus Günzel fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Frauenfriedhof. Zittaus Geschichte in all ihren Facetten wird hier offenbar. Die parkähnliche, zehn Hektar große Friedhofsanlage, die sich zwischen Hammerschmiedtstraße Grab auf dem Frauenfriedhof. und Brückenstraße erstreckt und von einer 1,3 Kilometer langen Mauer umschlossen wird, ist wahrscheinlich einer der ältesten Orte der Stadt. Seit etwa 800 Jahren befinden sich Friedhof und Kirche an dieser Stelle. Die Frauenkirche ist allerdings nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Mehrfach wurde sie durch Brände und Blitzeinschläge zerstört und danach wieder aufgebaut. Rund um die Kirche sind heute noch etwa 2 830 Grabstellen belegt. Seit Jahren sinkt die Zahl deutlich. Waren es Mitte der 1970er Jahre noch rund 15 000 Gräber, lag deren Zahl im Jahr 2005 nur noch bei rund 3 400. Riesige Wiesenflächen entstanden dafür. So hat der Frauenfriedhof neben seiner eigentlichen Bestimmung immer mehr die Eigenschaften eines Parks angenommen. (jl) umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung kostenlose Servicehotline: 0800 800 8778 Standorte in Ihrer Nähe: Görlitz, Dresden, Bautzen, Löbau, Zittau, Niesky www.destragr.de · www.destra-shop.com

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