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Landkreisjournal Nr. 028/2011

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Erscheinungsdatum: 16.03.2011

Landkreisjournal Nr.

Landkreis Amtsblatt Landkreis Görlitz Hamtske łopjeno wokrjesa Zhorjelca Ausgabe 28 16. März 2011 JournalJahrgang 3/Z Amtliches (Auszug) Beschlüsse Kreistag; Einladungen Technischer, Haupt-, Jugendhilfeausschuss, Ausschuss Gesundheit und Soziales; Auslegung Haushaltsentwurf; Betreuungsbehörde; Liegenschaftskataster; Varroatosebekämpfung; Jägerprüfung; LAP; ILE-Förderung; Regionales Übergangsmanagement >> Seiten 4 bis 8 Redaktionelles (Auszug) Sternradfahrt; Europamarathon Görlitz-Zgorzelec; Feriengesellschaft Stausee Quitzdorf vorgestellt; Gesundheitswoche, Girl´s- und Boy´s-Day; Internationales Jahr der Wälder; Kriegsgräberfürsorge; Schülerwettbewerbe; Joker im Ehrenamt; Leinewebertag; Spenden für Theater >> Seiten 9 bis 13, 22 20 Jahre Musikschulausbildung im Landkreis Görlitz Friedrich Nietzsche wusste schon: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Musik ist ein Bestandteil unserer Lebenskultur. Jede Generation trägt zu ihrer Erhaltung eine eigene Verantwortung. Musikschulen sind nicht nur Bildungsstätten. Sie bauen, neben ihren Bildungszielen, auch motivierende Brücken bei allen Erscheinungen und Prozessen, durch die Menschen geprägt werden. Wer Musik zum Selbermachen erfahren hat, wird später auch zu denen gehören, die das anspruchsvolle Musikleben an nachfolgende Generationen weitergeben. Musikschulen gibt es bereits seit 60 Jahren, aber nie waren die Ausbildungsplätze ausreichend und nicht für jeden zugänglich. Nach der politischen Wende konnten die Städte und Kreise die damaligen Außenstellen und Stützpunkte der beiden großen Musikschulen in Bautzen und Görlitz in eigene Verantwortung übernehmen. Im Gebiet des jetzigen Landkreises Görlitz bauten vier ehemalige Landkreise und die Stadt Zittau ihr eigenes Musikschulangebot auf. Die Kreisgebietsreformen 1994 und 2008 brachten dann wieder Veränderungen mit sich. 1995 übernahm der neu gebildete Landkreis Löbau-Zittau die städtische Musikschule Zittau. In den Folgejahren vereinigten sich die Musikschulen Reichenbach, Niesky und Weißwasser zur Kreismusikschule des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. 2008 wurden die beiden kreislichen Musikschulen zusammengeführt. Sie tragen Tag der offenen Tür in der Olbersdorfer Schule Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres lernen 201 Schüler der Klassenstufen 1 bis 9 der Schule zur Lernförderung „Friedrich Fröbel“ in Olbersdorf. Das denkmalgeschützte Schulgebäude mit Sporthalle an der Entlastungsstraße wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz nach energieökologischen Gesichtspunkten rundum saniert. Am Sonnabend, dem 2. April, lädt die Schulleitung von 9 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Weitere Informationen Seite 14/15 heute den Namen Kreismusikschule Dreiländereck (KMS). Die Einrichtung ist ein Betriebsteil der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH in Trägerschaft des Landkreises Görlitz und hat ihren Hauptsitz in Löbau. Außenstellen in Weißwasser, Niesky, Reichenbach, Zittau, Ebersbach/Sa., Herrnhut und Ostritz gewährleisten eine flächendeckende musikalische Ausbildung im gesamten Landkreis. Die KMS ist Mitglied im Sächsischen Musikschulverband. 1991 begannen die Musikschulen mit wenigen Lehrern und Schülerzahlen zwischen 100 und 200. Sie übernahmen neue Unterrichtsangebote, wie zum Beispiel die musikalische Früherziehung. Mit der musikalischen Früherziehung wurde die Grundlage für ein lückenloses Ausbildungsangebot geschaffen, vom einjährigen Kleinkind bis zum Erwachsenen im Rentenalter. In 88 Kindereinrichtungen werden heute über 900 Vorschulkinder an die Musik herangeführt. Über 2 500 Schüler erhalten derzeit an acht Standorten eine instrumentale, tänzerische oder gesangliche Ausbildung. 95 Lehrer betreuen die 30 verschiedenen Angebote. Über 80 Prozent der Schüler erhalten eine qualifizierte Breitenausbildung. Es gibt eine Förderklasse, um Kinder an Wettbewerbe heranzuführen. Seit 1992 sind Schüler beim jährlichen Wettbewerb „Jugend musiziert“ dabei, 54 konnten mit besten Ergebnissen zum Bundeswettbewerb delegiert werden. Auch bei anderen Landes- und Internationalen Wettbewerben machten Schüler der KMS auf die hohe Leistungsfähigkeit der Musikschulausbildung im Landkreis aufmerksam. 46 Schüler der Kreismusikschule nahmen ein Musikstudium in Deutschland und zwei im Ausland auf. Eine Prägung besonderer Art erhält die Musikschule durch ihre vielfältige Ensemblearbeit. Weltberühmte Musiker waren Gäste, haben in Workshops mit den Schülern gearbeitet und Weiterbildungen vor Ort durchgeführt. Zu den besonderen Höhepunkten des Musikschulalltages gehört in diesem Jahr der Landeswettbewerb „Jugend musiziert“, der in Löbau ausgerichtet wird. Ein großes Dankeschön geht an alle, die vor 20 Jahren mit viel Enthusiasmus Aufbauarbeit geleistet haben und so dazu beigetragen haben, dass die Kreismusikschule Dreiländereck als Bildungseinrichtung aus dem kulturellen Alltag des Landkreises nicht mehr wegzudenken ist. Renate Ulbrich, Leiterin der KMS Dreiländereck Veranstaltungen finden Sie auf Seite 2

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